„Mercedes? Da geht was!“
Mitglieder der Schwerbehindertenvertretungen von Mercedes-Werken aus ganz Deutschland besuchen die Südpfalzwerkstatt in Offenbach und kommen mit Mitarbei-tern ins Gespräch
erstellt am 22.05.2024
Wasni: Auf einem halben Dutzend Westen prangt dieser weiße Schriftzug auf einer orange-farben leuchtenden Fläche. Was sich hinter dieser Abkürzung verbirgt? Wenn anders sein normal ist. Fast 30 Besucher haben sich an diesem Frühlingsvormittag im Werk Offenbach 3 der Südpfalzwerkstatt versammelt. Unter ihnen sind Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung des GLC-Germersheim, der Gesamtschwerbehindertenvertretung von Mercedes-Benz sowie der Schwerbehindertenvertretungen von Mercedes-Benz-Werken in ganz Deutschland. Sie sind nach Offenbach gekommen, um sich vor Ort einen Eindruck davon zu verschaffen, wie der Alltag in der Südpfalzwerkstatt aussieht. Hier ermöglicht Mercedes seit vielen Jahren Menschen mit Beeinträchtigung vielfältige Tätigkeiten in den Bereichen Montage und Verpackung.
„Es ist uns eine große Ehre, dass Sie zu uns gekommen sind. Wir freuen uns sehr, dass sie sich für unsere Arbeit interessieren“, betont Thomas Frey, Bereichsleitung Dienstleistungen/Eigenprodukte. Zunächst erläutert Thomas Frey den gesetzlichen Auftrag der Südpfalzwerkstatt, die in fünf Werken an drei Standorten mehr als 800 Mitarbeitern mit Behinderungen unterschiedlicher Art und Schwere die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. „Wir suchen die Arbeit für den Menschen, nicht umgekehrt“, unterstreicht Thomas Frey.
Das bedeutet: Jeder Mensch, der in der Südpfalzwerkstatt tätig ist, soll zwischen vielfältigen Aufgaben wählen können. Bei der Auswahl der Tätigkeit werden seine persönlichen Voraussetzungen und Wünsche berücksichtigt. Fachkräfte fördern die Mitarbeiter mit Beeinträchtigung im Alltag gemäß ihren individuellen Stärken und Bedürfnissen. In der hauseigenen Betriebswerkstatt werden maßgeschneiderte Vorrichtungen entwickelt, die bestimmte Arbeitsschritte erleichtern.
Wechsel zwischen verschiedenen Bereichen der Werkstatt sind möglich, wie Thomas Frey weiter ausführt. Die Bandbreite reicht von der Metallverarbeitung über Montage und Verpackung bis hin zu industrieller Näherei und Landschaftspflege. Darüber hinaus begleiten die Experten des Inklusionsmanagements Menschen auf ihrem Weg aus der Südpfalzwerkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. „Dieser Bereich wächst stark“, weiß Thomas Frey. „Derzeit sind mehr als 50 Menschen an über 40 Einsatzstellen tätig, zum Beispiel in Bäckereien, im Einzelhandel, in der Altenpflege oder in produzierenden Unternehmen. Damit setzen die Inklusionspartner nicht zuletzt ein deutliches Zeichen für einen Arbeitsmarkt, der jedem Menschen eine Chance gibt, sich zu entfalten und mit seinen persönlichen Stärken das Unternehmen voranzubringen.“






Beim anschließenden Rundgang durch die Gruppen und das Lager kommen die Besucher ins Gespräch mit den Menschen, die hier arbeiten. Besonders groß ist das Interesse bei den Tätigkeiten, die im Werk Offenbach 1 für Mercedes ausgeführt werden. „Für viele unserer langjährigen Mitarbeiter sind es immer noch die Daimler-Gruppen“, berichtet Thomas Frey lächelnd. „Sie sind sehr stolz auf ihre Arbeit.“ Ein jüngerer Mitarbeiter bringt es auf den Punkt: „Mercedes? Da geht was!“
Am Ende der Führung bedankt sich Organisator Gert Hess im Namen seiner Mercedes-Kollegen: „Wir sind tief beeindruckt von der wundervollen Arbeit, die Menschen hier in der Südpfalzwerkstatt leisten. Herzlichen Dank für die vielfältigen Eindrücke und für die Erinnerungen an bewegende und schöne Begegnungen, die wir mitnehmen dürfen.“




