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Vorfahrt für die Umwelt

Qualität und Nachhaltigkeit in sozialer Verantwortung:
max4car entwickelt Ökoline-Reihe

erstellt am 24.08.2021

Eine Wisch-Bewegung genügt. Zischend öffnet sich die durch eine Lichtschranke geschützte Maschine. Zielsicher packt Celine Textor den grünen Griff und zieht den TRI-STAR aus der Halterung. Mit geschultem Auge prüft die Mitarbeiterin der Südpfalzwerkstatt in Offenbach den pneumatisch verpressten Scheibenreiniger. Sie nickt. Dann legt sie ihn behutsam neben das hellbraune Modell. Das Besondere: Griff, Hauptkörper und Haltewinkel der Scheibenreiniger aus der neuen Ökoline-Reihe sind aus Recycling-Material.

„Vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinnen Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer stärker an Bedeutung“, betont Heribert Boltz, Bereichsleitung max4car. Unter dieser Marke produziert die Südpfalzwerkstatt, eine Einrichtung der Lebenshilfe Südliche Weinstraße, Zubehör rund ums Auto. In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten hat sie sich zu einem führenden Hersteller auf dem europäischen Markt entwickelt. Bereits 2017 gab es erste Überlegungen, eine entsprechende Produktreihe zu etablieren. Seit Ende 2020 sind neben dem Scheibenreiniger TRI-STAR die Eis-Schaber 2K und TREND auf dem Markt. Beide bestehen zu 100 Prozent aus Recycling-Material.

Qualitätskontrolle: Südpfalzwerkstatt-Mitarbeiterin Celine Textor stellt sicher, dass der von ihr gefertigte Scheibenreiniger allen Anforderungen entspricht.

Auf dem Weg von der Idee bis zur neuen Ökoline-Reihe mussten die Verantwortlichen eine Reihe von Herausforderungen meistern. „Jahrelang hatten Recycling-Produkte keinen guten Ruf“, erinnert sich Heribert Boltz. „Inzwischen haben Forschung und Entwicklung jedoch große Fortschritte gemacht. Daher können wir sicherstellen, dass die Materialien den Qualitätsstandards gerecht werden, die unsere Kunden gewohnt sind. Umso wichtiger war es, zusammen mit unserem langjährigen Zulieferer Granulate zu finden, die wir mit den bestehenden Maschinen und Vorrichtungen angemessen verarbeiten können.“

Eine weitere Hürde: „Recycling-Granulate entstehen mitunter aus sehr unterschiedlichen Ausgangsmaterialien. Daher achten wir streng darauf, dass sie frei von Weichmachern oder anderen Schadstoffen sind“, erläutert Heribert Boltz „Nur so können wir unserer Verantwortung für die Menschen, die während der Arbeit in der Südpfalzwerkstatt fast täglich damit in Berührung kommen, gerecht werden. Darüber hinaus schützen wir die Gesundheit der Menschen, die unsere Produkte verwenden“, unterstreicht Martin Heger, Geschäftsbereichsleitung Arbeit. „Alle unsere Produkte unterliegen regelmäßigen Prüfungen. Auch Teile, die von unseren Zulieferern stammen, müssen den Anforderungen entsprechen. Hierzu nehmen wir die Dienste eines akkreditierten Labors in Anspruch. Die gemeinsam erstellten Anforderungsprofile gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.“

Der Eis-Schaber 2K – Ökoline besteht zu 100 Prozent aus Recycling-Material. Er ist in zwei Farben erhältlich.

In der Philosophie der Südpfalzwerkstatt, wo die Lebenshilfe Südliche Weinstraße in fünf Werken insgesamt mehr als 830 Menschen mit Behinderung Sinn stiftende Tätigkeiten ermöglicht, die persönliche Voraussetzungen, Wünsche und Entwicklungspotenziale berücksichtigen, ist die Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten fest verwurzelt. „Der schonende Umgang mit Ressourcen und ein soziales Miteinander sind unsere zentralen ethischen Grundsätze“, betont Martin Heger. „Das schafft die Grundlage für eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Partnern.“

Für max4car bedeutet das unter anderem: Die Produktionsstandorte und die der größten Zulieferer sind in regionaler Nähe. Das spart Transportwege und Frachten und entlastet die Umwelt. Darüber hinaus wird, wo immer möglich, auf Einzelverpackungen verzichtet. „Nicht nur die langlebigen Produkte, sondern auch die Verpackungsmaterialien sind Recycling-fähig. Wir sind dem Entsorgungssystem für Verkaufs- und Transportverpackungen angeschlossen und bei der übergeordneten Kontrollbehörde registriert“, führt Martin Heger aus.

Nachfrage wächst

„Unsere neue Ökoline-Reihe trifft auf sehr positive Resonanz“, berichtet Bereichsleitung Heribert Boltz. Nach einer pandemiebedingt herausfordernden Wintersaison 2020/2021 blickt er vorsichtig optimistisch auf die nächsten Monate. „Bereits im Sommer haben wir zahlreiche Vorbestellungen und Listungen verzeichnet. Inzwischen gehören neben Baumärkten auch immer mehr Drogeriemärkte und ein Großhändler im Bereich Werbemittel zu unseren Kunden“, so Heribert Boltz. „Darin spiegelt sich ein wachsendes Umweltbewusstsein wider.“

Die Entwicklung weiterer Produkte für die Ökoline-Reihe läuft bereits, wie Heribert Boltz verrät. „Ganz auf Kunststoffe verzichten können wir dabei noch nicht, da mögliche Ersatzmaterialien bislang nicht in allen Bereichen unseren Gesundheitsschutz- und Qualitätsanforderungen gerecht werden.“ Sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind und wir sicherstellen können, dass auch die Umwelt davon profitiert, werden wir unseren Kunden entsprechende max4car-Produkte präsentieren.“

Gleichberechtigung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße seit 1964 ein. Als Elternverein gegründet, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt, die inzwischen fast 300 Mitglieder zählt. Heute ist sie mit ihren vielfältigen Einrichtungen ein bedeutender Anbieter der umfassenden Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Südpfalz.



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