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Mit Herzblut für die Menschen da

Als Jahrgangsbeste hat Ruth Neideck eine berufsbegleitende Ausbildung
zur Heilerziehungspflegerin abgeschlossen.

erstellt am 07.07.2021

Leidenschaft treibt Ruth Neideck an. „Mit Leib und Seele bin ich im Lazarettgarten“, sagt die 56-Jährige. Seit 2012 arbeitet sie in dieser besonderen Wohnform der Lebenshilfe Südliche Weinstraße in Landau. Aktuell leben hier 32 Menschen mit Behinderung. „Von Anfang an hat sich Frau Neideck voller Herzblut und Einfühlungsvermögen engagiert“, erinnert sich Hausleitung Joachim Graf. Umso mehr freute er sich, als sie vor gut drei Jahren mit dem Anliegen auf ihn zukam, eine berufsbegleitende Ausbildung machen zu wollen. „Schon seit Jahrzehnten war ich im sozialen Bereich tätig und hatte vielfältige Erfahrungen gesammelt. Doch ich wollte mich mit fundiertem Fachwissen noch stärker zum Wohl der Menschen einsetzen können, die ich im Alltag begleite“, erläutert Ruth Neideck.

Zwischen August 2018 und Juni 2021 absolvierte Ruth Neideck eine berufsbegleitende Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Um sie dabei zu unterstützen, hat die Lebenshilfe Südliche Weinstraße sie Woche für Woche mehrere Stunden von der Arbeit freigestellt. „Für den Rückhalt, den ich im Lazarettgarten und darüber hinaus erfahren habe, bin ich sehr dankbar“, betont Ruth Neideck. Auch das Resultat spricht für sich: Mit der Note Eins in allen Abschlussprüfungen war sie die Beste ihres Ausbildungsjahrgangs. „Wir sind sehr stolz auf Ihre hervorragende Leistung“, so Anette Riehling (Leitung Personalsachbearbeitung MoB), die Ruth Neideck im Namen der gesamten Lebenshilfe Südliche Weinstraße an diesem Julivormittag einen Blumenstrauß überreicht.

Nicht nur im beruflichen Alltag von Ruth Neideck stehen die Hausbewohner im Mittelpunkt. Auch bei ihrer Facharbeit als Teil der Ausbildung kam ihnen eine wichtige Rolle zu. Als pädagogisches Projekt entschied sie sich dafür, einen Flur neu zu streichen. „Nun strahlt er einladend in kräftigem Gelb. Ein bisschen Rot ist auch dabei“, berichtet Ruth Neideck. „Dabei ist das nur ein positiver Nebeneffekt. Vor allem ging es um Selbsttätigkeit und Mitbestimmung. Ich habe sie nur begleitet.“ Gemeinsam wählten die Bewohner die Farben aus und verteilten die entsprechenden Aufgaben. „Eigene Ideen durchsetzen, aber auch nachgeben und Kompromisse finden – das Kommunizieren in der Gruppe stärkt die sozialen Kompetenzen“, führt Ruth Neideck aus, die seit 2018 Betriebsratsvorsitzende ist. „Menschen können vieles leisten. Man muss ihnen nur vertrauen und die Möglichkeit dazu geben.“

Grundsätzlich gewinnt zielgerichtete, professionelle Personalentwicklung weiter an Bedeutung: „Unsere Angestellten sowie die Menschen, die bei uns arbeiten oder leben und die wir begleiten, profitieren vom vertieftem Fachwissen, die Lebenshilfe Südliche Weinstraße vom Know-how ihrer Mitarbeiter. Das ermöglicht es uns, unsere differenzierten Angebote bedarfsorientiert weiterzuentwickeln“, unterstreicht Vorstand Marina Hoffmann. „Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, den Bereich der Fort- und Weiterbildung auszubauen.“

Auch der persönliche Bildungsweg von Ruth Neideck bei der Lebenshilfe Südliche Weinstraße ist noch nicht abgeschlossen: Im nächsten Schritt soll eine Weiterbildung zur Fachwirtin folgen.

Gleichberechtigung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße seit 1964 ein. Als Elternverein gegründet, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt, die inzwischen fast 300 Mitglieder zählt. Heute ist sie mit ihren vielfältigen Einrichtungen ein bedeutender Anbieter der umfassenden Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Südpfalz.



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Lebenshilfe Südliche Weinstraße
Jakobstraße 34
76877 Offenbach

Tel.:

06348 616-0

Fax:

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