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Zukunftsperspektive für Reittherapie

Unabhängig vom Fortbestand der Dr.-Franz-Daniel-Halle soll das Therapeutische Reiten in Herxheim erhalten bleiben. Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße ein.

erstellt am 24.09.2020

Seit 2011 betreibt die Lebenshilfe Südliche Weinstraße im Auftrag der Aktionsgemeinschaft Therapeutisches Reiten e.V. die Reittherapie für Menschen mit Behinderung in der Herxheimer Dr.-Franz-Daniel-Halle. Der Abriss der Halle, welche die Aktionsgemeinschaft Ende der 1970er Jahre auf einem Grundstück des Caritasverbands für die Diözese Speyer errichtet hat, ist jedoch unvermeidbar. Der Caritasverband benötigt das Areal an der Speyerer Straße für den geplanten Neubau der St.-Laurentius-Förderschule. Denkbare Alternativen zu einem Abriss hat die Caritas geprüft, andere Optionen ergaben sich nicht.

„Die Lebenshilfe Südliche Weinstraße begrüßt den geplanten Schulneubau als wichtige Investition in die Bildung von Menschen mit Behinderung in der Südpfalz. Gleichzeitig bedauern wir, dass die Halle nicht erhalten werden kann“, betont Lebenshilfe-Vorstand Marina Hoffmann. „Darüber hinaus würden wir es begrüßen, dem Gründer der Aktionsgemeinschaft, Herrn Dr. Franz Daniel, in der Gemeinde Herxheim ein ehrendes Andenken zu bewahren.“

Im Geiste von Dr. Franz Daniel möchte die Aktionsgemeinschaft künftig wieder ein ehrenamtliches Reitangebot für Menschen mit Behinderung unterbreiten, wie es in Herxheim etwa die Caritas in einer Halle des  Renn- und Reitvereins seit Jahren betreibt. Während der Sommermonate hat die Aktionsgemeinschaft Therapeutisches Reiten intensiv um neue Mitglieder geworben, die bereit sind, sich aktiv die künftige, ehrenamtliche Arbeit der Aktionsgemeinschaft Therapeutisches Reiten einzubringen.

„Die Qualität des Angebots ist ausschlaggebend für den Erfolg der Therapie“, unterstreicht Lebenshilfe-Vorstand Marina Hoffmann. „Deshalb wird sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße darauf fokussieren, auch in Zukunft möglichst vielen Menschen mit Behinderung eine Reittherapie in professioneller Qualität anzubieten, sofern sich hierfür eine geeignete Perspektive ergibt.“ Vor diesem Hintergrund werden die Vorstandsmitglieder der Aktionsgemeinschaft Therapeutisches Reiten aus dem Umfeld der Lebenshilfe bei der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft am 24.09.2020 nicht erneut für das jeweilige Amt kandidieren. Das Engagement der Lebenshilfe Südliche Weinstraße im Vorstand der Aktionsgemeinschaft war 2011 auf Bitten des früheren Herxheimer Bürgermeisters Elmar Weiller zustande gekommen. Aus den Reihen der Aktionsgemeinschaft hatte es damals nicht mehr genügend Kandidaten gegeben, die bereit waren, als Mitglied des Vorstands Verantwortung zu übernehmen.

Allein für den laufenden Betrieb des Therapeutischen Reitens in der Dr.-Franz-Daniel-Halle hat die Lebenshilfe Südliche Weinstraße als Pächter seit 2011 insgesamt rund eine Million Euro aufgewendet. Die Möglichkeiten, künftig eine Reittherapie umzusetzen, die wie bisher den hohen Anforderungen des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten gerecht wird, ohne über eine Halle zur alleinigen Nutzung zu verfügen, sind leider begrenzt. Durch die gemeinsame Nutzung einer Reithalle mit anderen Pferdefreunden würde die bisher große Anzahl an Therapieeinheiten am und auf dem Pferd eingeschränkt. Dessen ungeachtet möchte die Lebenshilfe Südliche Weinstraße dieses Angebot, das durch den Kontakt zwischen Mensch und Pferd die sozialen und motorischen Fähigkeiten stärkt, erhalten. Schließlich profitieren davon nicht nur Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen, sondern Menschen mit unterschiedlichen Herausforderungen und in verschiedenen Lebensphasen.

Seit Jahresbeginn wurden immer wieder denkbare Optionen geprüft, von denen sich keine als umsetzbar erwies. Aktuell befindet sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße in Gesprächen mit einem potenziellen Projektpartner. Details zu dem Vorhaben, an dem sich die Lebenshilfe eine Beteiligung grundsätzlich vorstellen kann, stehen noch nicht fest. Falls sich das Konzept realisieren lässt, plant die Lebenshilfe Südliche Weinstraße, das Angebot des Therapeutischen Reitens in modifizierter Form fortzuführen.        

 

Bild: Lebenshilfe/David Maurer

Gleichberechtigung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße seit 1964 ein. Als Elternverein gegründet, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt, die inzwischen fast 300 Mitglieder zählt. Heute ist sie mit ihren vielfältigen Einrichtungen ein bedeutender Anbieter der umfassenden Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Südpfalz.



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