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Wege aus der Corona-Krise

Mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen und differenzierten Konzepten
schützt die Lebenshilfe Südliche Weinstraße die Menschen in ihren Einrichtungen.
Schritt für Schritt soll nun die Rückkehr zum Alltag ermöglicht werden.

aktualisiert: 13.07.2020, 10:30 Uhr

Die Corona-Pandemie bestimmt noch immer viele Bereiche des Lebens in unserer Gesellschaft. In den Einrichtungen der Lebenshilfe Südliche Weinstraße sind ihre Auswirkungen deutlich spürbar. Für die Menschen, die hier leben oder arbeiten und welche die Lebenshilfe begleitet, ist es eine schwierige Zeit. Auch für die Angestellten bedeutet die derzeitige Lage eine große Herausforderung. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten über Lockerungen der gesetzlichen Vorgaben.

Seit dem 13. Juli ist die Südpfalzwerkstatt grundsätzlich wieder für alle Mitarbeiter geöffnet. Eine aktuelle Landesverordnung macht dies möglich. „Allerdings müssen wir weiterhin die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Vor diesem Hintergrund können möglicherweise nicht alle gleichzeitig in der Werkstatt arbeiten. Wie dies in den einzelnen Werken aussieht, hängt insbesondere von der Größe der jeweiligen Räume ab“, erläutert Martin Heger, Geschäftsbereichsleitung Arbeit. „Wer etwa wegen einer Vorerkrankung zur Hoch-Risiko-Gruppe zählt und auf ärztlichen Rat hin noch nicht arbeiten gehen soll, kann sich zur weiteren Abklärung beim jeweiligen Reha-Dienst melden.“ Inzwischen sind mehr als 80 Prozent der insgesamt 830 Mitarbeiter wieder in Arbeit. Zum Teil sind sie im wochenweisen Wechsel in der Werkstatt tätig. In wenigen Einzelbereichen arbeiten Mitarbeiter noch immer in den Wohneinrichtungen, in denen sie leben.

Aufatmen in den Wohneinrichtungen

Im Bereich der besonderen Wohnformen sind ebenfalls Lockerungen hinzugekommen. So können Bewohner seit dem 1. Juli täglich von zwei Angehörigen oder nahestehenden Personen besucht werden. Die Besuchsdauer ist nicht länger zeitlich begrenzt. Auch das Verlassen der Wohneinrichtungen ohne Begleitung, etwa zum Einkaufen, ist grundsätzlich wieder möglich. Voraussetzung dafür ist, dass die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Dazu zählt unter anderem die Pflicht, in Geschäften eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Seit Mitte Juni müssen Bewohner, die zum Beispiel nach einem Wochenend-Aufenthalt bei ihren Eltern zurückkehren, nicht mehr in Quarantäne. Viele Menschen, die in einer besonderen Wohnform der Lebenshilfe Südliche Weinstraße leben, konnten erstmals seit vielen Wochen wieder ihre Angehörigen besuchen.

Hilfsangebote und digitale Therapieformen stoßen auf positive Resonanz

Nachdem auf Anordnung der Landesregierung ab dem 16. März alle Kindergärten und Schulen in Rheinland-Pfalz für den regulären Betrieb geschlossen worden waren, gewährleisteten die inklusiven Kindertagesstätten „Löwenzahn“ in Landau sowie „Pusteblume“ in Bad Bergzabern eine Notbetreuung. Diese ist im Mai erweitert worden. Inzwischen ist der Übergang zum eingeschränkten Regelbetrieb vollzogen. Das Therapieangebot des Autismuszentrums Südpfalz in Herxheim vor Ort ist aufgrund der geltenden Sicherheits- und Hygienbestimmungen noch immer eingeschränkt. Unterschiedliche Formen der Beratung und Therapie erfolgen telefonisch sowie über digitale Medien. Sie stoßen auf ebenso positive Resonanz wie die Angebote der Lebenshilfe Südliche Weinstraße für hilfsbedürftige Menschen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Auswirkungen auf Inklusionsbetriebe

Die Cafeteria im Landgericht Landau hat am 16. Juni den Betrieb wieder aufgenommen, zunächst in Form eines Thekenverkaufs etwa von Kaffee und belegten Brötchen. Bereits seit dem 13. Mai ist das Casino im Hauptgebäude der Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau wieder geöffnet. Zuvor war es aufgrund einer behördlichen Anordnung vorübergehend geschlossen. Hier ist auch das Catering der Lebenshilfe Südliche Weinstraße ansässig. Im CAP-Markt in Herxheim können die Kunden weiterhin einkaufen. Es gelten verschärfte Sicherheits- und Hygienevorgaben sowie Abstandsregelungen und Maskenpflicht. Mittlerweile bietet der CAP-Markt wieder einen Einkaufs- und Lieferservice an.

Jederzeit umfassend informiert

Auf ihrer Internetseite hält die Lebenshilfe Südliche Weinstraße Interessierte jederzeit über aktuelle Entwicklungen zu sämtlichen Einrichtungen auf dem Laufenden. Bei Rückfragen stehen ihnen die bekannten Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

„Die teilweise noch immer drastischen Einschränkungen im Alltag stellen vor allem für Menschen mit Behinderung eine große Belastung dar. Umso mehr möchte ich Ihnen für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung in dieser schweren Zeit danken“, betont Vorstand Marina Hoffmann. „Mit Vorsicht und Zuversicht werden wir die Krise meistern. Davon bin ich fest überzeugt. Gemeinsam werden wir auch in Zukunft erfolgreich für die umfassende Teilhabe und das Wohlergehen von Menschen mit Behinderung einstehen.“          

Gleichberechtigung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße seit 1964 ein. Als Elternverein gegründet, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt, die inzwischen fast 300 Mitglieder zählt. Heute ist sie mit ihren vielfältigen Einrichtungen ein bedeutender Anbieter der umfassenden Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Südpfalz.



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Jakobstraße 34
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06348 616-0

Fax:

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