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Gesundheit steht an erster Stelle

Mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen schützt die Lebenshilfe
Südliche Weinstraße die Menschen in den Einrichtungen in ihrer Trägerschaft.
Bis auf Weiteres sind in den Wohneinrichtungen keine Besuche möglich.

Stand: 06.04.2020, 18:00 Uhr
letzte Aktualisierung: 02.04.2020, 08:44 Uhr

Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit sämtliche Bereiche des Lebens in unserer Gesellschaft. In Abstimmung mit dem rheinland-pfälzischen Sozialministerium beschließt die Lebenshilfe Südliche Weinstraße täglich neue Maßnahmen, die erforderlich sind, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Gemäß der jüngsten Landesverordnung können ab sofort bis auf Weiteres keine Besuche mehr in besonderen Wohnformen und in Wohngemeinschaften stattfinden. Das gilt auch für Angehörige und gesetzliche Betreuer. „Diese Sicherheitsvorkehrung ist nicht nur notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen. Sie dient auch dem Schutz der Besucher und der Bewohner. Viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner gehören zur Risikogruppe, etwa aufgrund ihres Alters oder von Vorerkrankungen“, erläutert Alexander Rupp, Geschäftsbereichsleitung Wohnen und Familie.

Weiterhin gelten die bereits Mitte März beschlossenen Sicherheitsvorkehrungen. Externe Zugänge, beispielsweise von Friseuren oder Fußpflege, sind vorerst nicht mehr erlaubt. Die von der Lebenshilfe organisierten Wochenendheimfahrten sind vorübergehend eingestellt. Die Tagesbetreuung findet seit dem 19. März nicht mehr in der Hauptstraße 88 in Offenbach, sondern dezentral in den einzelnen Häusern statt. „Trotz aller dieser Maßnahmen“, unterstreicht Alexander Rupp, „geben unsere Mitarbeiter jeden Tag ihr Bestes, um für unsere Bewohner einen normalen Alltag zu gestalten und eine größtmögliche Lebensqualität zu erhalten.“

Südpfalzwerkstatt vorübergehend geschlossen

Seit Montag, 23. März, bleibt die Südpfalzwerkstatt bis auf Weiteres geschlossen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt für alle Standorte dieser Einrichtung der Lebenshilfe Südliche Weinstraße in Offenbach, Herxheim und Wörth. „Unsere Fürsorgepflicht gegenüber den Menschen mit Behinderung, die bei uns arbeiten und die wir begleiten, macht diesen Schritt unumgänglich“, betont Geschäftsführerin Marina Hoffmann. Alle Mitarbeiter mit Behinderung sind bis auf Weiteres von der Arbeit freigestellt. Dies gilt auch für sämtliche Außenarbeitsplätze. Alle Mitarbeiter mit Behinderung erhalten weiterhin ihren Lohn. Die Lebenshilfe Südliche Weinstraße bietet eine Notbetreuung an. Aus Sicherheitsgründen können nur Mitarbeiter mit Behinderung das Angebot der Notbetreuung in der Südpfalzwerkstatt nutzen, die keiner Personengruppe angehören, bei denen eine Erkrankung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einen schweren Verlauf nehmen würde – etwa wegen ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen. Damit orientiert sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Die Mitarbeiter ohne Behinderung sind nach wie vor in den Werken vor Ort im Einsatz. „Wir versuchen, im möglichen Umfang unseren Kunden aus Industrie und Handwerk weiterhin zur Verfügung zu stehen und Aufträge mit hoher Priorität zu bearbeiten. Hinsichtlich Rückfragen zum Stand ihrer Aufträge stehen unseren Kunden die bekannten Ansprechpartner zur Verfügung“, erläutert Martin Heger, Geschäftsbereichsleitung Arbeit.

Wirkungsvolles Maßnahmenpaket

Bereits Ende Februar hat die Lebenshilfe Südliche Weinstraße zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und seither sukzessive ausgebaut. Sie betreffen insgesamt etwa 1300 Menschen mit Behinderung und 560 Mitarbeiter ohne Behinderung. Unter anderem können in allen Einrichtungen bis auf Weiteres keine externen Besucher empfangen werden. „Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig, um insbesondere für Personengruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko die Ansteckungsgefahr so gering als möglich zu halten“, so Geschäftsführerin Marina Hoffmann.

Nachdem auf Anordnung der Landesregierung seit dem 16. März alle Kindergärten und Schulen in Rheinland-Pfalz für den regulären Betrieb geschlossen sind, gewährleisten die inklusiven Kindertagesstätten „Löwenzahn“ in Landau sowie „Pusteblume“ in Bad Bergzabern eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern einer Arbeit nachgehen, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung nötig ist und die keine andere Betreuungsmöglichkeit finden. Seit dem 24. März erfolgt die Beratung im Autismuszentrum Südpfalz in Herxheim telefonisch und über digitale Medien. Therapien vor Ort sind vorübergehend ausgesetzt.

Auswirkungen auf Inklusionsbetriebe

Die Cafeteria im Landgericht Landau bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das hat die Lebenshilfe Südliche Weinstraße in Abstimmung mit den Justizbehörden des Landes entschieden. Als bewusste Sicherheitsmaßnahme hat die Lebenshilfe Südliche Weinstraße am 21. März das Hotel Kurpfalz vorübergehend geschlossen. Ebenso hat das Casino im Gebäude der Hauptverwaltung der Sparkasse Südliche Weinstraße in der Landauer Marie-Curie-Straße 5 am Freitag, 20. März, den Restaurantbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Das Catering-Angebot der Lebenshilfe Südliche Weinstraße bleibt vorläufig bestehen. Im CAP-Markt in Herxheim können die Kunden weiterhin einkaufen. Sonntags ist jedoch ausschließlich der Backshop geöffnet. Zudem gelten verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Vor diesem Hintergrund ist aktuell kein Lieferservice möglich.

Jederzeit umfassend informiert

Auf ihrer Internetseite hält die Lebenshilfe Südliche Weinstraße Interessierte jederzeit über aktuelle Entwicklungen zu sämtlichen Einrichtungen auf dem Laufenden. Bei Rückfragen stehen ihnen die bekannten Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

So herausfordernd die aktuelle Situation, die unter anderem ein hohes Maß an räumlicher Distanz erfordert, auch sein mag: „Es berührt mich sehr, Tag für Tag zu erleben, wie eng alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Südliche Weinstraße sinnbildlich zusammenrücken“, sagt Marina Hoffmann stolz. „Gemeinsam werden wir Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen auch in Krisenzeiten auf ihrem individuellen Weg begleiten und ihnen Teilhabe sowie ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen – in jedem Lebensabschnitt und in allen Lebensbereichen.“            

Gleichberechtigung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür setzt sich die Lebenshilfe Südliche Weinstraße seit 1964 ein. Als Elternverein gegründet, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt, die inzwischen fast 300 Mitglieder zählt. Heute ist sie mit ihren vielfältigen Einrichtungen ein bedeutender Anbieter der umfassenden Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Südpfalz.



Adresse

Lebenshilfe Südliche Weinstraße
Jakobstraße 34
76877 Offenbach

Tel.:

06348 616-0

Fax:

06348 616-101

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